Namibischer Bananenkuchen

Namibischer Bananenkuchen

Heute nehme ich euch mit auf Eine kulinarische Entdeckungsreise nach Namibia. Ich selbst habe dieses Land noch nicht bereist, aber mein Herr Feinschmecker.

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Letztes Jahr circa vier Wochen vor Weihnachten kam mein Herr Feinschmecker von der Arbeit nach Hause und hielt mir eine Mail auf seinem Handy unter die Nase, in der zu lesen war, dass er den ersten Preis bei einem Gewinnspiel gewonnen hatte und eine Woche nach Windhoek in ein schönes Hotel fliegen durfte. Natürlich für zwei Personen. In mir löste der Gedanke daran in ein Land fliegen zu müssen, in dem es vor Schlangen nur so wimmelt große Panik, Herzrasen und Schweißausbruch aus und ich sagte wie aus der Pistole geschossen:“ Da geh ich nicht hin!“ Ja, ich weiß, dass werden jetzt viele nicht verstehen, aber ich muß auch sagen, dass so weite Reisen nicht ganz so meins sind. Und so hat er sich mit einem Freund in den Flieger gesetzt und ist nach Namibia geflogen.
In der Woche als er dort war, hab ich mich gerade bei Sarah vom Knusperstübchen gemeldet um mich mit ihr und vielen anderen Blog-Kolleginnen um die Welt zu bloggen. Ich musste mich natürlich entscheiden in welches Land ich euch mitnehme und hab überlegt und überlegt. Und da Namibia in dieser Zeit eine grosse Rolle in der Feinschmecker-Familie spielte, hab ich mir eine Spezialität aus diesem Land ausgesucht, die ich euch heute vorstellen möchte. Einen Namibischen Bananenkuchen.

Als ich das Rezept gelesen habe, hat es mir so gut gefallen und ich hab gewusst, diesen Kuchen werden wir bestimmt mögen. Ich werde euch jetzt kurz etwas über meinen Kuchen erzählen und im Anschluß erwartet euch ein Interview mit dem Herrn Feinschmecker über seine Reise und viele schöne Bilder aus Namibia.
Meinem reisenden Herr Feinschmecker habe ich ausserdem den Auftrag erteilt nach schönem Geschirr und Accessoirs Ausschau zu halten, um es dann in seinen Koffer zu packen und mitzubringen ;-). Und so seht ihr auf meinen Bildern original namibisches Geschirr und bunte Monkey-Balls (über diese erfahrt ihr mehr im Interview).

Der Kuchen hat eine feinen Mürbteigboden und ist gefüllt mit einer Bananen-Nuss-Mischung. Der Bananengeschmack der Füllung harmoniert sehr gut mit den Nüssen, der Vanille und dem Zimt. Ausserdem habe ich ihn zwei Tage ruhen lassen. Das hat den Kuchen wunderbar saftig gemacht. Die Schokoladenschicht auf dem Kuchen war das Tüpfelchen auf dem i, denn wie ihr wisst, passen Banane und Schokolade perfekt zusammen. Das könnt ihr auch hier sehen. Was ich auch immer gerne habe ist, wenn der Kuchen sich schön schneiden lässt und das kann man von diesem Kuchen behaupten. Die Kuchenstücke und der angeschnittenen Kuchen sahen sehr schön aus. Ich würde den Namibischen Bananenkuchen sogar in einem Cafe verkaufen, wenn ich eins hätte. Denn jeder, der ihn probiert hat, war von ihm beeindruckt.
Namibischer Bananenkuchen

Rezept:
Zutaten für den Mürbeteig ( Backform: 24 cm):
150g Mehl
50g Zucker
100g Butter
1 Eigelb

Zutaten für die Füllung:
2 reife Bananen
200g Zucker
120g flüssige Butter
1 Prise Salz
1 EL Rum
1 Vanilleschote
1 Prise Zimt
6 Eier
100g Haselnüsse gemahlen
30g Kakao
100g Mehl
1 Pck. Backpulver

Zutaten für den Guss:
200g Zartbitterschokolade
3-4 EL Schokoladenspäne aus weißer Schokolade

Zubereitung des Mürbeteigs:
Alle Zutaten in einer Schüssel mit den Händen zu einem glatten Teig kneten. Den Teig in Klarsichtfolie wickeln und für ca. 30 Minuten im Kühlschrank kühlen.

Zubereitung der Füllung:
Die Butter in einem kleinen Topf zergehen lassen. Dann die Bananen schälen und mit einer Gabel sehr fein zerdrücken. Jetzt Zucker, flüssige Butter und die Bananen schaumig rühren. Das Mark aus der Vanilleschote kratzen und zusammen mit dem Zimt, Rum und dem Salz dazugeben. Die Eier einzeln unterrühren, bis ein schöner Teig entsteht. Anschliessend die Nüsse, das Mehl, das Backpulver und den Kakao nur kurz untermengen.

Fertigstellung:
Den Backofen auf 180°C/Ober- und Unterhitze vorheizen. Die Springform mit Backpapier zulegen und den Rand leicht mit etwas Butter einfetten. Nun den Mürbeteig auf einer bemehlten Arbeitsfläche dünn ausrollen und die Springform damit auskleiden. Die Füllung hineingeben und den Kuchen im heissen Backofen ca. 45-50 Minuten backen. Ich empfehle eine Stäbchenprobe zu machen und gegebenfalls den Kuchen mit Backpapier oder Alufolie nach 30 Minuten abzudecken.

Sobald der Kuchen vollständig abgekühlt ist die Zartbitterschokolade über einem Wasserbad erhitzen und den Kuchen mit der Schokolade überziehen. Dann die Oberfläche mit der weißen Schokospäne verzieren.

Tipp: Einen tollen saftigen Bananenkuchen bekommt ihr, wenn ihr in zwei Tage in Folie verpackt ruhen lasst.

Und nun mein Interview mit dem Herr Feinschmecker:

Wo liegt das Land Namibia und was muss man darüber wissen?
Antwort: 
Das Land Namibia liegt auf dem Afrikanischen Kontinent am atlantischen Ozean zwischen Südafrika ( Süden) und Angola ( Norden). Im Osten grenzt Namibia an Botswana. Die Hauptstadt von Namibia ist Windhoek. Flächenmässig ist Namibia mehr als doppelt so groß wie Deutschland, es leben aber nur 2,2 Millionen Menschen dort.
Zur Kaiserzeit war Namibia ab 1884 für dreißig Jahre deutsche Kolonie (Deutsch-Südwestafrika). Und so wird noch heute das Bier dort noch nach Deutschem Reinheitsgebot gebraut.

Wie hast du die Einheimischen erlebt?
Antwort:
Die Einheimischen sind sehr freundlich, ausgeglichen und traditionsverbunden.

Was meinst du mit traditionsverbunden?
Antwort: Namibia ist ein Vielvölkerstaat. Zum Beispiel leben hier Nama, Hereros, Ovambos, Oshivambo, Himbas sowie das älteste Volk der Erde die San. Bis in die heutige Zeit legen diese Völker Wert darauf ihre Volkszugehörigkeit auch durch ihr äusseres Erscheinungsbild auszudrücken.

Gab es ein Volk, das dir dabei am meisten imponiert hat?
Antwort:
Ja, zum einen die stolzen Herero-Frauen mit ihren Kostümen. Aber auch die San-Buschleute die sich bis heute mit den vielen Klack- und Schnalzlauten verständigen. Diese Klack- und Schnalzlaute unterscheiden sich nur in Nuancen und sind für uns sehr schwer nachzubilden.

Hast du eine Safari unternommen und welche Tiere hast du dabei gesehen?
Antwort: Ich habe verschiedene Lodges ( Farmen in der Wildnis) besucht. Dabei habe ich Giraffen, Nashörner, Warzenschweine, Zebras, Schlangenadler, Krokodile, Paviane, Oryx, Erdhörnchen, Aasgeier, Löwen, Leoparden, Geparden, Springbok, Varan, Gnus, Strauss, Elandkühe und
Perlhühner gesehen.

Was sind typische Accessoires in Namibia?
Antwort:
Neben unterschiedlichsten Tierfellen, Lederwaren, Borsten von Stachelschweinen, Holzschnitzarbeiten oder auch Monkey-Balls und handgefertigt, bemaltes Keramikgeschirr.

Was sind denn Monkey-Balls?
Antwort: Monkey-Balls sind getrocknete Früchte des Affenorangenbaums. Sie werden Monkey-Balls genannt, weil Affen diese Früchte gerne essen. Für die Menschen dient der Monkey-Ball als Wohndeko-Accessoire. Hierzu wird er oftmals verziert und bemalt.

Welches Essen ist landestypisch für Namibia?
Antwort: Namibia ist ein Fleischesser-Land. Dabei wird Wildfleisch, Elandantilope, oder Perlhuhn bevorzugt. Eine Spezialität ist getrocknetes Fleisch ‚biltong‘, das ist in einem heissen Land die beste Aufbewahrung- und Konservierungsmethode. Bekannt ist auch die ‚boerewors‘, eine Wurst aus Rind-, Strauss- und Wildfleisch, die mit Koriander gewürzt wird und auf keinem Grillfest fehlen darf.
Frischer Fisch wird in Namibia vorzugsweise an der Küste gegessen, da eine schlechte Infrastruktur einen Transport ins Binnenland fast unmöglich machen.
Hirse nimmt nach wie vor im Ackerbau Namibias den ersten Platz ein. Eine Spezialität, die man sich jedoch auf keinen Fall entgehen lassen sollte sind die Kalahari-Trüffel. Die nur nach einer regnerischen Zeit zu finden sind.

Kannst du eine Namibia-Reise empfehlen?
Antwort:
Namibia hat sowohl kulturell, kulinarisch als auch landschaftlich einiges zu bieten. Nicht zu vergessen die aussergewöhnliche Tiervielfalt.
Ich würde einen Namibiaurlaub als Rundreise empfehlen. Angefangen mit dem Etosha-Nationalpark im Norden, über die Hauptstadt Windhoek, durch die Kalahari-Wüste und den Fishriver-Canyon, welcher der zweitgrößte Canyon der Welt ist, nach Lüderitz im Süden. Den Rückweg kann man dann entlang der Namib-Wüste nach Swakopmund, am Atlantik gelegen und westlich von Windhoek wählen. In Swakopmund werden interessante Bootsfahrten angeboten. Außerdem verkehrt zwischen Windhoek und Swakopmund auch der Desert-Express-Zugverkehr.

Hast Du auch einen Geheimtipp für uns?
Antwort: Da gibt es in Namibia sicherlich einige! Sehr schön ist zum Beispiel der Sonnenuntergang auf der Heinitzburg in Windhoek. Feinschmecker sollten sich auf keinen Fall einen Besuch des Restaurants nice (namibian institute of culinary education) entgehen lassen.
Sonnenuntergang in Namibia

Ich danke dir für dein Interview.

So ihr Lieben, nun geht die kulinarische Entdeckungsreise mit mir auch schon wieder zu Ende. Ich hoffe ich hab euch einen kleinen Einblick in das Land Namibia geben können und es hat euch gefallen.
Als nächstes wird uns Miss Gliss mit auf die Reise nehmen. Ich bin schon gespannt, wo es mit ihr hingehen wird.

Feine Grüße,
eure Heidi

 

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9 thoughts on “Namibischer Bananenkuchen

  1. Liebe Heidi,

    der Kuchen sieht ganz fantastisch aus. Namibia ist sicherlich auch ein tolles Reiseland – ich war vor ein paar Jahren in Südafrika und habe die Landschaft wirklich lieben gelernt. Namibia stelle ich mir fast noch etwas ursprünglicher vor. Dein Rezept kann ich auf Grund der Bananen und der Schokolade leider nicht nachmachen, aber bin mir sicher, dass es ganz vorzüglich schmeckt 🙂

    Einen lieben Gruß,
    Daniela

    1. Hallo Daniela,
      das war bestimmt eine tolle Reise, die du da gemacht hast. Und ich kann dir versichern, der Kuchen schmeckt vorzüglich. Wenn du erlaubst, esse ich dein Stück ;-).
      Liebe Grüße,
      Heidi

  2. Heidi! Ich bin TOTAL begeistert!! Was für ein toller und informativer Beitrag zu unserer kulinarischen Weltreise. Großen Dank auch an Herrn Feinschmecker. Diese wunderschönen Fotos! Und der tolle Kuchen auf Original namibischem Geschirr! Hach, ich kann mich gar nicht beruhigen :-D!

    Liebste Grüße Maren

    1. Mensch Maren!
      DANKE, DANKE, DANKE!
      Ich freu mich so, dass es dir gefällt. :-)) Das Geschirr ist wirklich sehr schön und so ganz anders wie wir es kennen. Mir gefallen aber die farbigen Monkey-Balls, die er mir mitgebracht hat, am Besten. Sie sind eine so schöne Deko.
      Ganz liebe Grüße,
      Heidi

  3. Das ist ein toller Beitrag! Als ich zuerst „Namibischer Bananenkuchen“ las, habe ich direkt an meinen gedacht, denn ich habe ja selbst auch schon einen ausprobiert und verbloggt. Aber deiner ist ganz anders und klingt auch sehr fein! Auch ansonsten ein schöner Beitrag.
    Liebe Grüße, Becky

    1. Vielen Dank liebe Becky ;-). Es freut mich, dass dir mein Beitrag gefällt. Und du hast mich sehr neugierig auf deinen Bananenkuchen gemacht. Da muss ich doch gleich mal auf deinem Blog schauen.
      Liebe Grüße, Heidi

  4. Wow, wow, wow, liebe Heide was für ein umwerfender Beitrag. Ich möchte bitte jetzt sofort in den Flieger steigen., Die Bilder sind ja so beeindruckend. Ein bisschen „Schiss“ hätt ich natürlich auch… aaaaber egal. 😉
    Achja und der Kuchen klingt suuuper. 🙂 Der wäre ganz besonders was für meinen Liebsten.
    Vielen Dank auch für das tolle Interview, das ist ja eine super tolle Idee. 🙂
    Liebste Grüße
    Sarah

    1. Liebe Sarah,
      ach, ich freu mich ja so, dass dir mein Beitrag und die Idee mit dem Interview gefällt ;-). Leider hatte ich nicht den Mut mich in den Flieger zu setzen, aber vielleicht das nächste Mal ;-). Solange geniesse ich meinen eben meinen Bananenkuchen :-).
      Liebe Grüße,
      Heidi

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